Maßvolle Regulierung

Maßvolle Regulierung

Mai 28, 2018 Qualitätsmanagement & Prozessentwicklung 0

These: „Echte Mehrwerte schafft der, der Maßvoll mit der Regulierung umgeht

Ausgangssituation: Was im produzierenden Gewerbe schon lange Gang und Gebe ist, zieht inzwischen auch im Dienstleistungssektor immer größere Kreise. Die Regulierung von Geschäftsfeldern, die Kundenausrichtung und Strukturierung von Unternehmen in Prozessen nimmt bis zum Start-Up immer weiter zu. Aus  deutschen mittelständischen Unternehmen ist sie kaum noch weg zu denken. Grundsätzlich ist dies aus der Sicht einer Qualitätsmanagers nur wünschenswert, denn das sichert zum ersten den eigenen Arbeitsplatz und garantiert zweitens auch eine reproduzierbare Qualität bei Produkten und Dienstleistungen.

Die Frage ist also nicht Qualitätsmanagement ja oder nein sondern viel mehr: „Was ist das gesunde Maß?“

Lösungsmöglichkeiten:

Ein Orientierungshilfe für dieses Dilemma kann die folgende stark vereinfachte Grafik sein:

Mit der Institutionalisierung und der Einführung eines Qualitätsmanagementsystems sollten Unordnungskosten, wie das Beseitigen von Mängeln, Kosten aus Kundenbeschwerden, Kosten für den Verlust von Anschlussverträgen etc. sinken. Dem gegenüber steigen die Ordnungskosten für die Schaffung und Aufrechterhaltung eines QMS. Selbst wenn es in der Realität schwierig ist greifbare realistische Zahlenwerte  für beide Kosten zu ermitteln so zeigen sich doch vor allem eines:

Regulierung ist kein Selbstzweck und muss immer mit Augenmaß betrieben werden.

Als Führungskraft sollte die Bereitschaft Ordnungskosten freizugeben höher sein, als die Bereitschaft  Unordnungskosten zu ertragen. Ordnungskosten sind planbar, regulierbar und fallen aufgrund von getroffenen Entscheidungen– Kosten für Unordnung nicht.

 

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