Neue Verbindungen in modernen Organisationen

Neue Verbindungen in modernen Organisationen

Mai 28, 2018 Qualitätsmanagement & Prozessentwicklung 0

These: „Das Qualitätsmanagement schafft Sicherheit, besonders in modernen Organisationen, die einem stetigen Wandel unterliegen“

Ausgangssituation: Im produzierenden Gewerbe, wie auch in der Dienstleistung unterliegen Veränderungen immer kürzeren Zyklen. Produkte und Dienstleistungen die lange als Verkaufsschlager galten, sind plötzlich überholt und werden zum Ladenhüter. Die Veränderung in immer kürzeren Abständen scheint unausweichlich. Dem gegenüber stehen die Mitarbeiter innerhalb der Organisation. Sie treten häufig als „Gewohnheitstiere“ mit hohem Sicherheitsbedürfnis auf. (siehe certqua.de[1]) Schnelle Veränderungszyklen bergen allerdings das Risiko, gerade diese Mitarbeiter abzuhängen und verunsichert zurückzulassen.

Ein modernes Qualitätsmanagement muss unter diesen Bedingungen dafür Sorge tragen, dass veränderte Prozesse immer schneller dokumentiert und gelenkt werden. Die Individualisierung von Produkten und Dienstleistungen muss ebenfalls immer stärker berücksichtigt werden. (siehe steinbeis.de[2]) Glücklicherweise bietet die neue ISO Norm aus dem Jahr 2015 hier etwas größere Spielräume als zuvor. (siehe schuchert.de[3])

Lösungsmöglichkeiten: Obwohl das Qualitätsmanagement mit schnellen Veränderungen zu kämpfen hat, bieten sich dem Unternehmen hier einzigartige Gelegenheiten. Ziel muss sein, die Mitarbeiter mit auf den Weg zu nehmen. In dem das Qualitätsmanagement bereits innerhalb der Veränderungsprozesse einbezogen wird, kann der Change selbst gelenkt und gesteuert werden. Wenn Change Prozesse nach festen Schemata ablaufen, ist die eigentliche Veränderung nicht mehr so sicherheitsgefährdend. Hier bieten die Überwindung hierarchischer Strukturen und eine Abkehr von top-down Veränderungen erfolgsversprechende Ansätze. In agilen Projektgruppen (siehe Haufe.de[4]) bestehend aus Mitarbeitern der jeweiligen Fachabteilungen, der IT und der Abteilung QM kann eine Dynamik entstehen, die dem Unternehmen weitreichende Vorteile bringt:

  • Echter Wandel
    • Agile Projektgruppen erarbeiten schnelle Teilergebnisse und der Wandel wird sofort spürbar
  • Akzeptanz
    • Die Einbindung der Fachabteilung von Beginn an überwindet Widerstände
    • Die Beteiligung der Abteilung QM überwacht den Veränderungsprozess und schafft Sicherheit für Mitarbeiter und Führungskräfte
  • Nachhaltigkeit
    • Das Qualitätsmanagement lenkt den Veränderungsprozess
    • Es sorgt für ein messbares Ergebnis, die Einführung von Standards und die kontinuierliche Verbesserung
  • Digitalisierung
    • Die frühzeitige Einbindung der IT ist essentiell, um einen zukunftsorientierten Wandel auszulösen

Fazit: Agiler Wandel und Stabiles Qualitätsmanagement wirken auf den ersten Blick gegensätzlich, schafft das Unternehmen allerdings die enge Verbindung beispielsweise über Projektgruppen, können Veränderungsängste in echte Aufbruchsstimmung verwandelt werden. Von diesem „frischen Wind“ profitieren alle.

 

 

Quellen:

[1]„Change Management – Mit Veränderungen planvoll umgehen“: http://www.certqua.de/qm-blog/change-management-mit-veraenderungen-planvoll-umgehen/ (abgerufen am 18.05.2018)

[2] „QUALITÄTSMANAGEMENT IM RAHMEN INDUSTRIE 4.0“: https://www.tqu-group.com/we-dokumente/News/PrsentationenImpulsveranstaltungQM4.018.04.2016.pdf (abgerufen am 18.05.2018)

[3]„Änderungen und Neuerungen in der ISO 9001:2015“: https://www.schuchert.de/iso-90012015-neue-positive-impulse-fuer-unternehmen-und-organisationen/ (abgerufen am 15.05.2018)

[4] „Wie agile Projekte gelingen“: https://www.haufe.de/personal/hr-management/agilitaet-in-unternehmen-wie-agile-projekte-gelingen_80_424126.html (abgerufen am 17.05.2018) 

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