Der Erste Schritt ins Qualitätsmanagement System

Der Erste Schritt ins Qualitätsmanagement System

Juni 13, 2018 Qualitätsmanagement & Prozessentwicklung 0

These: „Stetige Verbesserung schafft nachhaltigen Erfolg. Ein QMS wächst am besten gemeinsam mit dem Unternehmen in kleinen Schritten“

Ausgangssituation: Große Konzerne haben inzwischen alle ein QMS, ganz einfach weil es nicht anders geht. Ab einer gewissen Anzahl von Abteilungen, Produkten und Mitarbeitern wird eine zentrale Stelle benötigt, die den Überblick behält und die Bereiche vergleichbar macht. Für KMU’s allerdings ist die Frage nach einem zentralen Qualitätsmanagement in der Regel mit einer Frage nach den Kosten verbunden und wird bis heute nur ungern oder halbherzig in Angriff genommen.

Lösungsansatz: Ein Blick in die japanische asiatische Qualitätsphilosophie kann hier lohnenswert sein. Anders als ein großes Dokumentationsprojekt, oder eine Standardisierung und Zertifizierung, geht es beim KaiZen um die kleinen Schritte und um die Etablierung einer neuen Mentalität bei Mitarbeitern und Führungskräften. KaiZen ist anders als andere Optimierungs- und Standardisierungskonzepte vorrangig Mitarbeiter getrieben und geht in erster Linie nicht von den Führungskräften aus. In Workshops und ähnlichem kann eine Verbesserungskultur bei den Mitarbeitern entstehen, sofern deren Ansätze von Führungskräften aufgenommen und umgesetzt werden.

Anders als eine Standardisierung nach ISO 9001:2015 oder ähnlichen Konzepten folgt der Aufbau eines QMS in Verbindung mit KaiZen auch in fortwährenden kleinen Schritten. Nach der Maxime „so wenig wie möglich, aber so viel wie nötig“ können in einem ersten Schritt, die überlebenswichtigen Prozesse des Unternehmens/der Abteilung/des Bereiches identifiziert und dokumentiert werden. Dabei ist es völlig ausreichend, zunächst nicht in die Details zu gehen. (So wenig wie möglich). Im Anschluss an die Erst-Dokumentation kann dann eine Bewertung stattfinden über die Prozessqualität und ob das gewünschte Ergebnis erzielt wurde. Dies geht nur kennzahlenbasiert. Es sollte also unbedingt bei der Dokumentation schon darauf geachtet werden, Indikatoren für die Prozessqualität zu finden.

Wird die gewünschte Qualität erreicht, ist auch die Dokumentation ausreichend. Ist dem nicht so, sollte die Detailtiefe erhöht werden (so viel wie nötig).

 

Tipp: Qualitätskennzahlen lassen sich am besten gemeinsam mit den Mitarbeitern der jeweiligen Abteilungen und der IT erarbeiten und festlegen, denn auch hier gilt natürlich: Je geringer der Aufwand bei der Erhebung und Auswertung der Zahlen ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass diese auch sauber erfasst werden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.